Diente der eigene Garten den Menschen früher als Lebensgrundlage, ist er heute mehr ein Ort für Freizeitvergnügen und Hobby. Ab ins Beet“ heißt es ab sofort auch beim Sozialzentrum Altach.
 
Unter der Regie von Thomas Besch, Mitarbeiter der Offenen Jugendarbeit Altach, entsteht direkt hinter dem Sozialzentrum eine kleine Naturoase. Rollstuhlgerechte Hochbeete mit heimischen Kräutern, Beeren und Gemüse entstehen ebenso wie eine Igelburg sowie ein Angebot für Wildbienen. Die Vorarbeiten werden von den Besuchern des Jugendtreffs BackUp#1 und der benachbarten Volksschule getroffen, bepflanzt wird dann gemeinsam mit den Bewohnern des Sozialzentrums. Initiator Besch erhofft sich mehrere Aspekte: Zum einen möchte er die Jugendlichen von der digitalen wieder ein Stück in die reale Welt führen. Die Zucht von Pflanzen und Gemüse erfordert Geduld, Aufmerksamkeit und Regelmäßigkeit, womit eine Entschleunigung zum Alltag und eine Verbindlichkeit bei den Jugendlichen erreicht werden soll. Mit der generationenübergreifenden Komponente möchte Besch, so wie die Pflanzen selbst den gegenseitigen Respekt und das Miteinander wachsen sehen. Durch die Verknüpfung der verschiedenen Generationen soll so ein gegenseitiger Lernprozess erreicht, die jeweiligen Stärken vertieft und der Respekt untereinander gestärkt werden. Von zentraler Bedeutung auch der ökologische Aspekt. Stichworte wie Umweltschutz, Biodiversität und Nachhaltigkeit sollen sich in den Köpfen der Teilnehmer manifestieren. Nicht zuletzt soll zudem eine öffentlich positive Wahrnehmung mit dem Projekt nach außen getragen und das positive Image der Jugendarbeit weiter verstärkt werden. Dies alles im Rahmen eines äußerst bescheidenen Budgets. Im Rahmen des Spatenstichs fiel nun der Startschuss für die Umsetzung. Unter der Anwesenheit von Vizebürgermeistern Susanne Knünz-Kopf, Sozialzentrum Geschäftsführer Christoph Sutter, OJA Leiterin Nicole Beck, Pflegedienstleiterin Eva Maria van Rooijen, Kooperationspartnerin des Pflegebereichs Birgit Drexel sowie Jugendlichen und Bewohnern des Pflegeheims erläuterte Projektleiter Besch die Ziele seines „Pflänzchens“, dass mit der Hilfe aller in den kommenden Wochen und Monaten zum Blühen und Gedeihen gebracht werden soll. Gemäß dem Zeitplan folgt auf den Bau der Gartenanlage, der Anzucht und Pflege letztlich im Spätsommer und Herbst die Ernte, welche mit einem Erntedankfest der Generationen begangen werden soll.

Danke auch an Redakteur Christof Egle, der in der VN-Heimat ausführlich über das Projekt der OJA-Altach berichtete: