Mit großer Bestürzung müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass der bisherige Leiter unseres Jugendtreffs wegen Verdacht des Verbrechens des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen in Untersuchungshaft genommen wurde. Der Umfang der Beschuldigung ist uns derzeit noch nicht bekannt, die Ermittlungen des Landeskriminalamtes werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Die Gemeinde Altach sieht sich hier in der Verantwortung und der Verpflichtung zur restlosen Aufklärung und wird alle erforderlichen Schritte zur Aufarbeitung dieses Falles einleiten. Dazu gehört vor allem, potentiellen jugendlichen Opfern bzw. deren Eltern in einem geschützten Umfeld eine Gesprächsmöglichkeit anzubieten. Dazu haben wir das Institut für Sozialdienste (IFS) gebeten, uns eine Beratungshotline für hilfesuchende Jugendliche oder deren Eltern einzurichten.

Ifs-Hotline - Tel. Nr 0043 5 1755-505
von Mo – Fr von 08.00-17.00 Uhr

Selbstverständlich bemühen wir uns um eine lückenlose Aufklärung der Vorfälle und bitten deshalb etwaige Wahrnehmungen direkt an die örtliche Polizei (Tel. 059 133 8151 100) bzw. an das Landeskriminalamt (Tel. 059 133 80 3333) zu richten.

Abschließend können wir nur unser großes Entsetzen und Bedauern über diese Geschehnisse ausdrücken. Unsere Sorge gilt in erster Linie den betroffenen Jugendlichen. Für diesen unfassbaren Sachverhalt in Zusammenhang mit der Leitung unseres Jugendtreffs möchten wir uns in aller Form entschuldigen und unsere volle Hilfestellung und Unterstützung anbieten. Große Betroffenheit herrscht besonders auch bei den Mitarbeiterinnen des Jugendtreffs, die den Jugendlichen und deren Eltern jederzeit für Gespräche zur Verfügung stehen.

Auch die Frage der Weiterführung des Jugendtreffes ist von diesem Vorfall betroffen. Wir versuchen dies in Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen des Jugendtreffs, den Jugendlichen, den Eltern und einer professionellen externen Begleitung während der Sommerpause zu lösen.

Gottfried Brändle
Bürgermeister

Alfred Bargetz
Geschäftsführer Sozialzentrum